Architektur als Social Design

Neckar Re…Loaded – Stuttgart am Neckar

 

 

2018, Stuttgart 

Städtebauinstitut, Lehrstuhl Internationaler Städtebau

Seminar

 

Projektteam: Alexandra Ulrich, Simone Gretsch

 

Städte am Fluss gelten als lebenswerte Städte. Köln, Düsseldorf, München oder Berlin nutzen ihre Flüsse nicht nur als wirksames Mittel des Stadtmarketings, sie sind auch tatsächlich integrativer Teil des urbanen Lebens. In Stuttgart sieht dies anders aus – nur wenige können sich vorstellen, ihre Freizeit am Neckar zu verbringen.

Ziel der Seminargruppe des Internationalen Masterstudiengangs Integrated Urbansim and Sustainable Design war und ist es, den Neckar und dessen Potentiale bewusst(er) in die Stadt Stuttgart zu integrieren. Hierfür wurde zunächst eine umfangreiche Identifizierung und Analyse von Potentialflächen durchgeführt, um dann konkrete Ideen für deren Um-und Neu-Nutzung zu entwickeln.

Nach ausgiebigen Recherchen und Erkundungen, die die Gruppe auch in Kontakt mit weiteren Akteuren brachten, die sich die Transformation des Neckarufers zur Aufgabe gemacht hatten (u.a. die Initiative „Unser Neckar“ des Landes Baden-Württemberg), stellten sich vier Hauptthemen heraus: „Hidden Waters“, „Life around the river“, „Connectivity“ und „Awareness“. Im Projekt ging es dabei nicht nur darum, räumliche Veränderungen herbeizuführen, sondern auch, möglichst viele Akteure zu involvieren, um das Projekt langfristig zu unterstützen. Durch regelmäßige Rückmeldung durch das Lehrpersonal unter Leitung von Prof. Astrid Ley (Lehrstuhl Internationaler Städtebau) wurden konkrete Aktionen entwickelt: Mit Hilfe von Stadtexperimenten, Ständen, Installationen und Interventionen kam die Projektgruppe mit den Menschen ins Gespräch und konnte sich über Erfolge und durchweg positive Resonanz freuen. In einer öffentlichen Abschlussveranstaltung auf der Kulturinsel Stuttgart wurden die Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit präsentiert und der Stadtverwaltung überreicht. Durch einen eigens produzierten Kurzfilm, welcher unter anderem auf der Stuttgarter Königstraße vorgeführt wurde, konnte zusätzliche Aufmerksamkeit generiert werden.