Architektur als Social Design

Paravento

 

 

2017 – Sagres , Portugal

Institut für Raumkonzeptionen und Grundlagen des Entwerfens

Prof. Markus Allmann

Prof. Luis Urbano, Kyra Bullert, Leslie Koch, Spela Setzen

Studenten : Teresa Berner, Dipayan Bhowmik, Tillmann Bollow, Louison Döfinger, Lukas Gesell, Sarah Jansen, Franca Poos, Bente Rau, Peter Richter, Maximilian Schäfer, Luis Seider, Dessiré Velez

Madalena Almeida, Beatriz Branco, Belén Chiappero, Alberto Collet, Francisco Craveiro, Matilde Gouimar, Helder Lima, Marta Manca, Diogo Ferreira, João Morais, Ricardo Monteiro, Afonsa Quintã

 

Im Sinne des DAAD-Programms „Dialog Südeuropa“ kamen 24 Studierende der Universität Stuttgart und der Universität Porto in einem Workshop im südportugiesischen Sagres zusammen, um sich mit dem komplexen Thema auseinanderzusetzen: Wie wirkt sich Massentourismus  auf die kleine Dörfer wie Sagres aus, die saisonal überbevölkert oder leer sind? Was kann getan werden, um die Situation der Bewohner langfristig positiv zu verändern? Können Touristen involviert werden? Zusammen mit den Bewohnern versuchten die Studierende Antworten auf diese Fragen zu finden und führten eine kleine Intervention in einem öffentlichen Bereich in Sagres durch, ein Open-Air-Kino.

 

Die Idee des Siegerentwurfs bestand darin, eine flexible Struktur zu entwerfen, die sich an verschiedene urbane Situationen anpassen kann, introvertierte und extrovertierte Räume schaffen und zum Verweilen einladen kann.

 

Die Struktur besteht aus einfachen Elementen und kann problemlos aufgebaut, demontiert und angepasst werden. Die Beweglichkeit der Struktur erlaubt es, dass die Konstruktion an verschiedenen Stellen immer wieder aufgebaut werden kann und überall eine Art Fußabdruck hinterlässt.

 

Für den Bau wurden nur lokale Materialien verwendet: Holzbretter, von den Fischern verwendetes Seil, Körbe und eine Stahlkonstruktion, die als zentraler Ausgangspunkt für den Bau diente.

 

Die 2,10 m langen Holzbretter waren vertikal entlang einer geschwungenen Linie angeordnet, inspiriert von der „Klangkammer“, die Ressano Garcia Arquitectos in Fortaleza in Sagres schuf. Windige Wetterbedingungen waren der Hauptgrund, einen geschützten Innenraum zu schaffen. Unter Berücksichtigung des partizipativen Aspekts war die Flexibilität des Designs ein wichtiges Thema, da es unterschiedliche spontane Verwendungen annehmen konnte. Die Konstruktion kann leicht transportiert werden, indem die Holzbretter zusammen gerollt werden. Ein Kino oder ein anderer öffentlicher Raum kann an einem neuen Ort wieder aufgebaut werden.

Der Kurzfilm, der in der Eröffnungsnacht in der während des Workshops errichteten Struktur gezeigt wurde, wurde von einer Gruppe von Teilnehmenden vor Ort gedreht und zeigt Orte, Landschaften, lokale Architektur und Traditionen, aber vor allem Menschen, die in Sagres wohnen oder die Sagres besuchen.

 

Finanziert durch den DAAD

 

Weitere Informationen:  facebook_ ParaventoSagres