Architektur als Social Design

Studentische Selbstbauprojekte

 

2017 – e1nszue1ns, Universität Stuttgart

Herausgeber: e1nszue1ns, Universität Stuttgart
Leslie Koch, Špela Setzen und Antje Stokman

 

Mit Interviewbeiträgen von: Prof. Jens Ludloff, Theresa Felber,
Meike Hammer, Nicola Missel und Tine Teiml
Redaktion und Organisation: Leslie Koch, Špela Setzen
Lektorat: Lilli Lutz
Gestaltung und Illustration: Juliane Otterbach, Stuttgart

 

e1nszue1ns – Studentische Selbstbauprojekte- Leitfaden
Mit Zugang zu Formularen, Erfahrungsberichten, Kontakten und praktischen Anleitungen                                                                                                                                                                                           soll dieser umfassende Leitfaden der Plattform 1zu1 der Universität Stuttgart, eine Hilfestellung                                                                                                                                                                                  für Studierende und Lehrende sein, die selbst ein Design/Build Projekt planen.                                                                                                                                                                                                                 Es werden nicht nur einzelne Design/Build Projekte beschrieben, sondern auch die daraus                                                                                                                                                                            gewonnenen Erkenntnisse zusammengeführt.

 

 

Eine Universität ist, wie jeder weiß, ein Ort der für akademische
Bildung steht. Was sollen angehende Architekten heute lernen,
wie und wo? Architekten und die Architektur haben jeher den
Anspruch gehabt, durch ihre Konzepte und gebauten Werke
einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft zu haben. Es geht
nicht darum, die Gewinne der internationalen Investoren, Immobilienentwickler
und Bauindustrie zu erhöhen, sondern Antworten
auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu liefern und
zu einem verbesserten sozialen Zusammenleben beizutragen.
Das Ziel der in den letzten zwei Jahren entstandenen Plattform
1zu1 – Architektur als Social Design an der Fakultät für Architektur
und Stadtplanung ist, unseren Studierenden schon im
Studium die Erfahrung zu ermöglichen, dass sie mithilfe der
Kompetenzen aus den unterschiedlichen architekturbezogenen
Wissensgebieten reale Probleme lösen, Projekte umsetzen und
zugleich gesellschaftlich engagiert agieren können. Die Plattform
unterstützt studentische Ideen und Initiativen, die sich
für den sozialen Auftrag von Architektur einsetzen — im Inland
ebenso wie im Ausland. Das bedeutet die Ermöglichung von
Lehr- und Lernräumen, in denen ein gemeinsames fragendes
Suchen und ganzheitliches Lernen in Form von Erfahrungen des
Hands-On-Learning auch ausserhalb des geschützten Universitätsumfeldes,
mitten in der Gesellschaft, stattfindet.
Die in dem nun vorliegenden Leitfaden dargestellten Informationen,
Grundsätze und Ratschläge zur Umsetzung von 1zu1-Projekten
wurden partizipativ im Rahmen mehrerer Workshops mit
Kolleginnen und Kollegen sowie Studierenden erarbeitet. Der
Leitfaden fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und
möchte sie all denjenigen zur Verfügung stellen, die Interesse
daran haben ein 1zu1 Projekt zu initiieren und durchzuführen.
Natürlich ersetzt der Leitfaden nicht die persönliche Beratung,
Betreuung und Unterstützung durch die Mitarbeiter der Plattform,
aber er gibt wichtige Anhaltspunkte zu Fragen, die sich
bei jedem Projekt wieder aufs Neue stellen. Außerdem gibt er

einen kurzen Überblick über die mithilfe der Plattform umgesetzten
Projekte der letzten beiden Jahre und enthält Interviews
mit den daran beteiligten Studierenden und Lehrenden.
Ohne die großzügige finanzielle Unterstützung aus dem Fonds
für Wissens- und Technologietransfer der Universität Stuttgart
wäre der Aufbau der Plattform in den letzten beiden Jahren nicht
möglich gewesen. Wir freuen uns sehr, dass die Plattform durch
das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft,
Forschung und Kunst im Rahmen eines universitätsweiten Projekts
zur Förderung des projektbezogenen und gesellschaftlich
engagierten Lehrens und Lernens für die nächsten drei Jahre
weiter finanziert wird und sogar ein Budget für die Unterstützung
studentisch initiierter Projekte zur Verfügung steht.
Wir sind dankbar über Hinweise und Rückmeldungen zu diesem
Leitfaden, den wir als kontinuierlich zu ergänzendes und erweiterndes
Dokument sehen. Der Leitfaden spiegelt die aus dem
gemeinsamen
Lernprozess resultierenden Erfahrungen wider
mit dem Ziel diese zugänglich zu machen und gemeinsam
daraus zu lernen

 

Stuttgart, im Januar 2017
Leslie Koch, Špela Setzen und Antje Stokman